Die Naturschutzjugend (NAJU)

Zur Zeit besteht in der NABU-Ortsgruppe Hadamar keine aktive Kinder- und Jugendgruppe. Aktionen werden als Familienangebote auf unserer NABU-Seite vorgestellt und unter "Veranstaltungen 2019 NABU Hadamar" sowie "Termine Bundesweit" angeboten.

In der NAJU engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für den Schutz von Natur und Umwelt.

 

Unsere NAJU-Gruppe besteht seit 2002. Bei Ausflügen im heimischen Wald & der Flur, aber auch einmal in Wildparks, die Vulkaneifel, an den Rhein und zur Grube Messel lernen wir die heimische Flora & Fauna kennen und schützen.


Aktionen wie Nistkastenbau und -betreuung, Klettertouren oder das Anlegen eines Waldlehrpfades machen viel Spaß, ebenso wie unser jährliches Apfelfest auf der Obstwiese 'Am Kissel' am Steinbacher Ortsrand.

Wir freuen uns über Verstärkung in den Kinder- und Jugendgruppen, und besonders über junge Erwachsene, die neu in die Jugendarbeit einsteigen wollen. Sprecht uns einfach an!

 

Aktuelle Informationen und Termine

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum…

Bienenfest in der KöB St. Matthias Langendernbach

Schmökern in zahlreichen Büchern und Gespräche in gemütlicher Atmosphäre sind normalerweise in der Katholischen öffentlichen Bücherei St. Matthias Langendernbach zu finden.

Am 12. Juli 2017 standen jedoch nicht die Geschichten aus fernen Welten im Mittelpunkt, sondern ein kleiner Helfer der Menschen. Gemeinsam veranstalteten die KöB St. Matthias und die NABU-Gruppe Hadamar das erste Bienenfest in Langendernbach.

Bienenfreunde aus vielen Dornburger Ortsteilen warteten neugierig und gespannt auf den Vortrag von Bienenexpertin Birgit Weber vom NABU. Sie erklärte den jungen Gästen das Leben im Bienenstock, den Unterschied zwischen Bienen und Wespen oder die Gewinnung von Honig.

Die Nachwuchsforscher löcherten Birgit Weber mit zahlreichen Fragen: „Gibt es auch Männerbienen?“ (Ja, die heißen Drohnen.) – „Stechen Bienen immer, wenn sie Menschen sehen?“ (Nein, nur wenn sie sich angriffen fühlen.) – „Mögen Bienen auch Äpfel?“ (Ja, besonders Apfelblüten.) 

Nach so viel Wissenswertem hatten sich die Kinder und Birgit Weber eine Stärkung verdient: Bärbel Müller vom KöB-Team hatte wunderbare Bienentörtchen gezaubert, die von den jungen Bienenprofis sofort vernascht wurden.

Satt und zufrieden konnten die Kinder mit Unterstützung von Judith Helm-Jung und Petra Weyer vom KöB-Team anschließend zeigen, was sie bei Birgit Weber gelernt hatten: Bienen und Blumen wurden gebastelt und farbenfroh bemalt. Manch ein fleißiges Bienchen bastelte gar einen ganzen Blumenstrauß.

Zur Entspannung reisten die Bienenforscher dann in einen Bienenstock und lauschten Kira Jung, die die Geschichte von Drohn Siegisflug und seinen Bienenfreunden Sumsi und Irmingard vorlas. Unglaublich, was in einem Bienenstock alles passiert!

Damit auch Eltern und Geschwister der kleinen Bienenfreunde zu Hause bestens informiert werden konnten, wurden zahlreiche Bienenbücher aus der Bücherei mitgenommen.

 

Für jedes Kind gab es zum Abschluss eine Urkunde, ein Glas Honig, gespendet vom Langendernbacher Imker Rudi Wirfler, und die Gewissheit, dass im nächsten Jahr wieder ein Bienenfest stattfindet.

Informationen und aktuelle Termine sind auch auf unserer Homepage zu finden:

 

www.NAJU-Hadamar.de

 

Übrigens: Wisst ihr, was „Biodiversität“ bedeutet?

 

Biodiversitätsstrategie 2016 / 2017

In 2017 werden die Themen zur Biodiversität ausgeweitet. Biodiversität bedeutet in etwa „Vielfalt der biologischen Arten“ und möchte aufmerksam darauf machen, dass wir Menschen diese Vielfalt bewahren.  Das Ziel ist die Natur - und damit auch die Lebensgrundlage künftiger Generationen - zu wahren und das Artensterben deutlich zu verringern.

Der seltene Eisvogel (Foto links, Quelle: GFDL/ Lukasz Lukasik) ist gefährdet, auszusterben. Er nistet gerne an Flusssteilufern. Die tropischen Regenwälder Asiens, Afrikas und Südamerikas (Foto Mitte, Quelle: Wikipedia) beheimaten zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und sind bedeutend für das Klima der Erde.

 

Die weltweite Biodiversität ist stark gefährdet: Man geht davon aus, dass täglich etwa 150 Arten aussterben. Dabei sind noch nicht einmal alle dort lebenden Tier- und Pflanzenarten erforscht. Das bedeutet, diese Arten verschwinden wieder von der Erde, ohne dass ein Mensch sie je bemerkt hat!

 

Das Leben in der Natur hängt entscheidend miteinander zusammen - so hat das Aussterben bestimmter Arten wiederum weitreichende Folgen für eine Vielzahl anderer Tiere und Pflanzen. Wie wichtig der Schutz der Natur ist, lässt sich gut an einem Beispiel erläutern: der Aufgabe der Bienen (Foto oben rechts, Quelle: Wikipedia).

 

Eine Biene nimmt Nahrung auf und sorgt damit für die Bestäubung von Pflanzen. Dieser Vorgang ist für die Natur sehr wichtig, da sich dadurch viele Blütenpflanzen überhaupt vermehren können. Wir machen uns bewusst: diese kleinen Insekten sorgen dafür, dass ein großer Teil der Natur, wie wir sie wahrnehmen, überhaupt existiert. Unverzichtbar für die Natur: Bienen

 

Ihre wichtige Aufgabe ist die Bestäubung von Blütenpflanzen. Sie ernähren sich von deren Nektar - einer zuckerhaltigen Flüssigkeit, die meistens von den Blüten ausgeschieden wird - und den Pollen. Diese werden auch Blütenstaub genannt und enthalten die männlichen Erbinformationen der Pflanze.

 

Wenn die Biene in den Blütenkelch hineinkriecht, öffnen sich die Staubbeutel der Pflanze und Blütenstaub rieselt heraus. Meist bleiben einige Pollen am Pelz der Biene hängen und werden auf diese Weise von Blüte zu Blüte transportiert. Gelangen die Pollen zum weiblichen Blütenanteil derselben Pflanzenart - an die so genannte Narbe des Blütenstempels - ist die Befruchtung vollzogen. Während ihrer Nahrungsaufnahme sorgt die Biene somit dafür, dass sich viele Pflanzen vermehren können.


Ungefähr 80 von 100 Blütenpflanzen sind auf eine solche "Fremdbestäubung" angewiesen. Auch andere Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Hummeln sowie Wind und Wasser tragen zur Verbreitung des Blütenstaubs bei. Die Fortpflanzungschancen vieler Blütenpflanzen sind durch Bienen jedoch am höchsten: die Aufgabe der Bestäubung wird in einigen Gebieten beinahe ausschließlich von der Honigbiene erledigt. Ohne ihre Hilfe würden zahlreiche Pflanzenarten aussterben. In der Landwirtschaft würde dies eine weitaus geringere Ernte bedeuten. So sorgen zum großen Teil Bienen dafür, dass es Raps- oder Sonnenblumenfelder gibt.


Der große Wissenschaftler Albert Einstein hat einmal gesagt: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr."

 

Interessante Referate zum Thema sind jeweils für die monatlichen Treffen  an jedem 3. Donnerstag im Scheunencafe in Faulbach geplant. Treffpunkt ist ab 19.00 bis ca. 21:00 h.

 

Alle Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage, der Facebook-Seite und den Ankündigungen in der Presse.

 

Seien Sie dabei – wir freuen uns !


Weitere Informationen zur Jugendarbeit finden Sie auf der Internetseite des NABU Deutschland.

 

Kinderbereich

Tolle Wettbewerbe, fetzige Projekte, spannende Aktionen, Natur pur, coole Freizeiten – das und noch vieles mehr bietet die NAJU für Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren an.

 

Jugendbereich

Die NAJU bietet für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 zahlreiche Möglichkeiten, sich für Natur und Umwelt zu engagieren. Diese bieten sich zum Beispiel bei der aktuellen Jugendkampagne "Wildes Land Deutschland".