Willkommen beim NABU Hadamar

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und gemeinsam Perspektiven für eine lebenswerte Region entwickeln. Seit 1982 ist der Naturschutzbund Deutschland (ehemals Deutscher Bund für Vogelschutz) mit einem Ortsverein in Hadamar vertreten. Erfahren Sie hier mehr über uns.

Nächstes Monatstreffen

An jedem 3. Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr ist monatliches Treffen bei Eckard im Scheunencafe in Faulbach. Wir freuen uns jederzeit über die Teilnahme von interessierten Bürgern. Schauen Sie doch einfach mal vorbei.

Mitgliederversammlung:

Nächstes Treffen am 21.10.21

Wir freuen uns über unsere Mitglieder und den persönlichen Austausch mit euch!

Aktuelle Veranstaltungen

Über aktuelle Veranstaltungen unserer NABU-Ortsgruppe werden Sie hier informiert.

Mitgliederversammlung am 21.10.2021

Bewerben Sie sich jetzt

Mit der Aktion 'Schwalben-freundliches Haus'
möchten wir Hausbesitzer unterstützen und auszeichnen, die Schwalbennester dulden oder aktiv fördern. Mehr hier.



Öffentliches Treffen findet statt!

Am 21.10.2021 um 19 Uhr treffen wir uns im Scheunencafe zu unserer Jahreshauptversammlung. Dazu laden wir unsere aktiven, aber auch die stillen Mitglieder ein und freuen uns auf einen persönlichen Austausch! Aufgrund der geltenden Auflagen schickt uns bitte eine kurze Anmeldungs-Email an info@nabu-hadamar.de.


Aktuelles 2021:

-  Nicht umgesetzte Ausgleichsmaßnahmen -

 

Vor der Kommunalwahl 2021 haben wir bei einem Treffen mit Bürgermeister Michael Ruoff eine Vielzahl von ausgewiesenen Ausgleichsflächen aufgezeigt, bei denen die Festsetzungen seit teilweise mehr als 20 Jahren nicht umgesetzt wurden. So zum Beispiel im Gewerbegebiet Oberweyer. Hier wurde nie die festgesetzte heimische Hecke auf dem Ausgleichsstreifen gepflanzt. Manche Ausgleichsflächen werden sogar intensiv landwirtschaftlich und gewerblich genutzt, obwohl sie extensives Grünland aufweisen müssten.

 

Naturschutzrechtlicher Ausgleich in Bauverfahren ist nach Bundesnaturschutzgesetz geregelt und zwingend nötig, um nachhaltigen Schaden an unserer Biodiversiät, den Böden und den ökologischen Kreisläufen abzuwenden. Jeder Eingriff in den Außenbereich muss somit durch naturschutzrechtlichen Ausgleich kompensiert werden (Eingriffsregelung § 13 ff BNatSchG). Hier läuft seit Jahren in der Planungspraxis einiges schief und häufig wird der Ausgleich nie umgesetzt, obwohl die Gelder dazu eingerechnet sind. Wir sehen mit großer Sorge, dass städtische Ausgleichsflächen, die eigentlich dem Zweck Naturschutz unterliegen, verkauft oder verpachtet werden und durch die Nutzer falsch bewirtschaftet und in einigen Fällen sogar bebaut werden. Mit einer nachhaltigen Stadt- und Dorfentwicklung hat dies nichts tun tun. Auch im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Bauleitplanverfahren weisen wir auf die Dringlichkeit der Umsetzung geplanten Ausgleichsmaßnahmen hin. Herr Ruoff hat uns zugesichert, die angesprochene Problematik nicht aus dem Fokus zu verlieren, so dass versäumte Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden können.

 

Wir vom NABU-Hadamar haben uns zum Ziel gesetzt alle umgesetzten und nicht umgesetzten Kompensationsmaßnahmen im Gemeindegebiet zu erfassen und ihren Ist-Zustand sowie die Nutzung zu dokumentieren. Am Ende soll ein Flächenkatalog stehen der die Versäumnisse aus den letzten Jahren aufzeigt und der hilft die Maßnahmen systematisch nachträglich umzusetzen.

 


- Mulchen von Weg- und Ackerrändern -

Wo vorher Wildblumen blühten ist nur noch eine Agrarwüste übrig
Wo vorher Wildblumen blühten ist nur noch eine Agrarwüste übrig

 

Das Thema „Mulchen von Wegrändern in Feld und Wald“ wird in unseren Nachbargemeinden medial schon stark diskutiert. Auch wir stellen natürlich seit Ewigkeiten fest, dass Wegränder im Gemeindegebiet als Pflegemaßnahmen von den Mitarbeitern des Bauhofs, aber auch von Landwirten in regelmäßigen Abständen gemulcht werden. Im Gegensatz zum Mähen haben beim Mulchen Kleintiere keine Chance zu überleben. Insekten, Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger und manche Bodenbrüter werden dabei durch den Mulcher zerschlagen, verletzt und getötet. Auch können Wildblumen nicht trocknen und aussamen. Ackerränder und Wiesenfeldwege stellen in der intensiv bewirtschafteten Landschaft letzte Refugien für Kleinlebewesen und Wildpflanzen dar. Zudem sind sie wichtige Vernetzungsbiotope in der ausgeräumten Landschaft.

 

In einer Zeit in der 80 % der Biomasse an Insekten ausgestorben sind, das Insektensterben seinen absoluten Höhepunkt erreicht hat, die Biodiversität unserer Kulturlandschaft deutlich zurückgeht und viele Arten ums Überleben kämpfen sind kommunale Konzepte zum Schutz der Artenvielfalt und des Biotopverbundes nötig. Die Kommunalpolitik kann hier steuernd Hilfestellung leisten. Positive Beispiele finden sich in den Gemeinden Hundsangen, Elz und Diez. Dort funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Gemeinde sehr gut. Alle Kommunen haben ihre Bauhöfe angewiesen auf das Mulchen der Ackerränder und Wiesenwege zu verzichten. Ein Verbot wurde durch den/die Bürgermeister/In erteilt. In Hundsangen sind so Kilometer an Blühstreifen an Wegrändern entstanden. Diez bringt eine neue Feld- und Waldwegesatzung auf den Weg. Ein weiterer Schritt ist die Zusammenarbeit und Gespräche mit dem Ortslandwirt.

 

Wir fordern, diese Tätigkeit nur auf die Bereiche zu beschränken, bei denen es aus Verkehrssicherungsgründen unbedingt erforderlich ist. Unnötige Bereiche wie die Feldwege oder Randbereiche von Wirtschaftswegen sollten dabei ausgespart bleiben. Gleiches gilt für die Landwirtschaft, die unbedingt in die Gespräche mit einbezogen werden sollte. Letztlich tragen wir alle durch unsere Tätigkeiten Verantwortung für unsere Umwelt und unsere Mitgeschöpfe, auch wenn es nur um Kleinlebewesen geht. Dies ist für die Stadt Hadamar eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um einen großen Verbund aus natürlichen Blühstreifen zu schaffen, es werden finanzielle Ressourcen gespart und das Klima geschont.

 


- Lebensraum für die Wechselkröte -

Fr. Hübner (Obere Naturschutzbehörde Gießen), Hr. Fortmann (Untere Naturschutzbehörde Limburg), Fr. Pietsch (NABU), Hr. Bobbe (Wechselkrötenberater) (v. l. n. r.)
Fr. Hübner (Obere Naturschutzbehörde Gießen), Hr. Fortmann (Untere Naturschutzbehörde Limburg), Fr. Pietsch (NABU), Hr. Bobbe (Wechselkrötenberater) (v. l. n. r.)

Schon lange versucht das Regierungspräsidium Gießen um Hadamar Flächen für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen zum Erhalt der seltenen Wechselkröte zu finden. Ein Termin mit dem Bauamt blieb damals erfolglos. Die vom Aussterben bedrohte, regional sehr seltenen Art ist eine große Besonderheit in und für Hadamar. Bei uns kommt sie in einem Verbreitungsband von Niederhadamar bis Oberweyer und von Niederzeuzheim bis Wilsenroth vor. Unsere NABU-Gruppe erfasst die Vorkommen und bemüht sich um Aufklärung in der Bevölkerung und Erhalt der Art.

 

Im Juli 2021 gab es ein Treffen mit dem NABU-Hadamar, dem Regierungspräsidium Gießen (ONB), der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) und dem Wechselkrötenbeauftragten des Landes Hessen. Gemeinsam werden wir Maßnahmen an einem bestehenden Privatteich und an unseren eigenen Teichen umsetzen.

 

Das RP möchte die Suche nach städtischen Flächen jedoch gerne erneut aufnehmen. Die Neuanlage von einem Feuchtbiotop würde vollständig im Rahmen der Biodiversitätsmittel durch das RP finanziert. Konkret handelt es sich um die Anlage eines oder mehrerer kleiner, offener Tümpel/Stillgewässer. Der Wechselkrötenberater kann ausgewählte Flächen auf ihre Standorteignung prüfen. Auch wir stehen jederzeit beratend zur Verfügung. Es würde uns sehr freuen, wenn die Stadt Hadamar eine Artenschutzmaßnahme für eine der bedeutendsten Arten im Gemeindegebiet favorisieren und unterstützen würde. Zudem wertet die Maßnahme die Stadt auch als nachhaltige Kommune touristisch auf.


- Wanderbarierre für Wasserlebewesen am Salzbach -

Wehr am Salzbach bei hohem Wasserstand
Wehr am Salzbach bei hohem Wasserstand

Seit vielen Jahren verhindert eine Mauer im Salzbach, Gemarkung Niederzeuzheim, ca. 50 m vor der Einmündung in den Elbbach, das Aufsteigen von Fischen in den Salzbach. Diese Mauer soll schon seit vielen Jahren entfernt werden, was aus Kostengründen immer wieder verschoben wird. Wir möchten daran erinnern und erwarten, dass der Abriss der Mauer oder eine Umgehung die den Fischaufstieg zulässt, endlich einmal umgesetzt wird. Wir verweisen auf die Vorgaben aus der Wasserrahmenrichtlinie (EG-Richtlinie 2000/60/EG). Diese Richtlinie legt fest, dass Querbauwerke und Wehre aus Gewässern entfernt oder für Wasserorganismen umschwimmbar gemacht werden müssen. Diese Maßnahmen lässt sich ggf. auch als Artenschutzmaßnahme mit Fördergeldern umsetzen. Dies ist dringend durch die Stadt zu prüfen, um die ökologische Funktion des Salzbaches wieder herzustellen.


Jungvögel gefunden - was nun?

Foto: Anna Pietsch, Niederhadamar
Foto: Anna Pietsch, Niederhadamar

Immer wieder bekommen wir im Frühjahr Anrufe, dass Jungvögel vor allem an und in Gebäuden gefunden werden. Hier handelt es sich zumeist um Haussperlinge und bald wahrscheinlich auch um die ein oder andere Schwalbe. Wir selbst nehmen bedingt verwaisten Jungvögel an.

 

Bitte wenden Sie sich zuerst an die Wildtierstation in Hünfelden-Dauborn:

 

https://www.wildtierstation-hünfelden.de/

 

Bitte nehmen Sie zuerst mit der Station Kontakt auf bevor Sie den Vogel anfassen. Nicht jedes scheinbar verwaiste Vogelküken ist auch wirklich elternlos.


Projekte im Coronajahr 2020:

Unter den Bedingungen der Coronapandemie läuft die Naturschutzarbeit zwar etwas anders ab, aber trotzdem konnten wir viele Naturschutzprojekte im Jahr 2020 umsetzen. Neben Krötenschutz, Gebäudebrüterberatung und Nistkastenspenden, Jungvogelaufzuchten, Fledermausrettungen und Steinkauzberingung haben wir Apfelbäume gepflanzt, bei der Anschaffung eines Artenschutzhauses der Stadt Hadamar geholfen und Mauerseglerkästen an der Kirche in Oberweyer angebracht. Alle weitergehenden Infos dazu findet ihr unter Eigene Projekte!

 

Wir haben es sogar in die NABU-Hessen Zeitschrift geschafft - lest hier mehr.


SUCHE: Wer hat sie gesehen oder gehört?

Liebe Gemeindemitglieder, wir brauchen eure Hilfe: Wir suchen diese schöne Kröte hier 🐸

Foto: Sybille Hennemann
Foto: Sybille Hennemann

Es handelt sich um die sehr seltene, europarechtlich streng geschützte Wechselkröte. Sie ist etwa so groß wie eine Erdkröte, trägt aber einen "Camouflage-Tarnanzug" und gehört zu den Spätlaichern. Das bedeutet sie ruft genau jetzt an warmen Frühsommerabenden. Die Art ist stark im Rückgang begriffen und hat ihre letzten Schwerpunktvorkommen hier bei uns im Landkreis!

 

Das Regierungspräsidium Gießen und der NABU-Hadamar möchten der Art helfen zu überleben. Dafür müssen wir zuerst mehr über ihre Verbreitung abseits der bekannten Vorkommen in Kiesgruben und Teichanlagen wissen. Sie bevorzugt offene, flache Gewässer und damit auch Gartenteiche. Den Tag über sitzt sie gerne unter größeren Steinen oder Holzhaufen. Solltet ihr also eine Wechselkröte bei euch sehen oder hören, dann würden wir uns riesig über eine Mitteilung freuen. Gerne auch mit Foto und Ortsbeschreibung. Wir melden uns dann bei euch!

 

Um Verwechslungen auszuschließen hört euch die wunderschön trällernden Rufe mal hier an. Die Kröten beginnen meist ab der Dämmerung mit ihrem Gesang, manchmal sind sie aber auch tagsüber zu hören.

 

Sie ist so selten, dass fangen, umsetzen oder gar "entsorgen" der Tiere aus dem hauseigenen Garten verboten ist und unter Strafe gestellt wird. Auch hier bitten wir euch inständig Kontakt mit uns aufzunehmen, um eine konfliktarme Lösung für euch, aber vor allem auch für die Kröten zu finden.

 


Foto: Herbert Friedrich, Elbbach Hadamar
Foto: Herbert Friedrich, Elbbach Hadamar

Wunderschöne Aufnahmen eines Eisvogels sind Herbert Friedrich am Hadamarer Teilstück des Elbbachs gelungen und er hat sie uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

 

Weitere tolle Bilder findet ihr hier.


Achtung: KRÖTEN

Foto: Anna Pietsch, Faulbach
Foto: Anna Pietsch, Faulbach

Aktion Krötenschutz in Faulbach 🐸
In diesem Jahr wird unsere NABU-Gruppe Hadamar einen Krötenschutzzaun in Hadamar-Faulbach stellen. Hier werden jährlich Erdkröten auf ihrer Hin- und Rückwanderung zwischen Laichgewässer und Wald (Landlebensraum) im Frühjahr überfahren. In der Hauptwanderungszeit von Mitte Februar bis April/Mai wollen wir so einige Leben retten.

 

 

 

Hinweis: Da es bei der Aktion einiges zu beachten gibt bitten wir darum nicht ohne unsere Einweisung Tiere aus den Eimern zu entnehmen. Zudem würde dies die wichtige Erfassung der genauen Populationsgröße unmöglich machen.

 

Wir bitten um Verständnis und Rücksichtsnahme und freuen uns über tatkräftige Unterstützung. Wenn ihr Schäden am Zaun bemerkt kontaktiert uns gerne ❤️


Aktuelles: NABU gegen Steingärten

Der NABU fordert mehr Einsatz gegen Schotter- und Steingärten:

https://www.deutschlandfunk.de/umwelt-nabu-gegen-steingaerten.2850.de.html?drn:news_id=994610


Für eine lebenswerte Region

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.