Erfolgreicher Obstbaumschnittkurs im März 2019

Am Samstag den 16.03.2019 trafen sich die Teilnehmer zum zweiten und praktischen Teil des Obstbaumschnitt-Kurses den unsere NABU-Gruppe unentgeltlich angeboten hat. Hier wurde das in der Vorwoche theoretisch erarbeitete Wissen praktisch erprobt.

 

Im Fokus stand das Thema, dass Bäume meist nicht wachsen, wie sie sollen. Beim vorgestellten naturgemäßen Obstbaumschnitt zeigt sich dagegen ein sehr produktives Verhalten: es handelt sich um einen Schnitt, bei dem der Baum mit wenig Arbeit flacher bleibt, eine höhere Fruchtqualität liefert und keine Wasserschosse entstehen.

 

Die Teilnehmer pflanzten zudem zwei Obstbäume und führten mehrere Altbaumschnitte durch.


Pflegeeinsatz Streuobstwiese

Am 23. Februar 2019 sind wir ein weiteres Mal mit vereinten Kräften der Verbuschung zu Leibe gerückt und haben die Streuobstwiese nun freigestellt. Wir waren viele Leute und haben Großes geleistet. Danke an alle Helfer!

Aktiver Naturschutz in Form eines Pflegeeinsatzes auf der Streuobstwiese in Niederzeuzheim im Januar 2019.

 

Wir waren 5 Leute und haben rund 4,5 Stunden gearbeitet. Das Gras wurde mit einem Balkenmäher gemäht und mit dem Freischneider wurden Schwarzdorn und Brombeeren zurück geschnitten. Das Schnittgut wurde seitlich in und vor der Hecke gelagert, um Rückzugsmöglichkeiten für Vögel, Insekten und Kleintiere zu schaffen.


Kampf gegen die Misteln

Im Winter sieht man sie von weitem: Misteln. Den kugelig wachsenden Pflanzen werden Heilkräfte nachgesagt – und das nicht erst seit Asterix und Obelix. Die Laubholz-Mistel (Viscum album) ist deutschlandweit weit verbreitet und gilt derzeit als sehr häufig. Früher war die Art aufgrund ihrer Seltenheit geschützt, dies ist allerdings lange vorbei. Hierzulande wird die Mistel ein immer größeres Problem für die wenigen alten Obstgehölze, da sie die Vitalität der Bäume schwächt und zum frühzeitigen Absterben dieser führt. Wir raten dazu befallene Äste zu entfernen und vor allem alte Bäume regelmäßig von Misteln zu befreien.

 

Unsere Nabugruppe Hadamar hat kaum Kapazitäten der Schmarotzerpflanze Herr zu werden, aber einigen Bäumen konnten wir etwas Erleichterung verschaffen und Misteln heraus schneiden. Diese geben wir wiederum auf dem Hadamarer Weihnachtsmarkt gegen Spende ab.


Bedeutung von Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind eine extensive Form des Obstanbaus. Auf den meisten Streuobstwiesen stehen Bäume mit ganz verschiedenen – und oft sehr alten – Obstsorten. Insgesamt sind dort 3.000 Obstsorten zu finden, die für mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum bieten (Quelle NABU Bundesverband).

 

Die Nabugruppe Hadamar hat eigene Streuobstwiesen, die sie regelmäßig pflegt und mähen lässt. Zudem geben wir Apfelbaum-Hochstämme an Nabumitglieder mit geeigneten Flächen ab und fördern somit die Entwicklung von Streuobstwiesen im Gemeindegebiet.