Syna hilft Schwalben und Mauerseglern

Pressemitteilung der Firma Syna:

Vogelschutz in Hadamar-Steinbach

 

Syna installiert Nistkästen für Mauersegler und Mehlschwalben

 

Hadamar-Steinbach, 24. Mai 2019: „Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren“, sagt ein Sprichwort. Jahrhundertelang gehörten die Flugkünstler, die auch als Sommerboten gelten, ganz selbstverständlich zum Ortsbild. Ein Anblick der nicht selbstverständlich ist. Mehlschwalben und auch Mauersegler haben in der Region mit schwindenden Nistplätzen und mangelnden Nahrungsquellen zu kämpfen. Sowohl Mauersegler als auch Schwalben brüten an Gebäuden. Und genau dort unterstützt die Süwag-Netztochter Syna GmbH die beiden Vogelarten vor Ort.

 

In Kooperation mit dem NABU Hessen hat der Netzbetreiber an einer Ortsnetzstation, einem Holzmast und einem Straßenbeleuchtungsmast Nistkästen für Mauersegler und Mehlschwalben in Hadamar-Steinbach installiert. Die Vogelwohnungen werden an der Turmstation in der Marienstraße angebracht. An der Station werden zwei Nistkästen in „Doppelpacks“, also vier Schwalbennester, sowie ein Nistkasten für Mauersegler montiert. An den beiden Masten sind jeweils zwei weitere Nistmöglichkeiten montiert worden. Die neuen „Nachbarn“ sind übrigens seit Mitte April eingezogen; in dieser Zeit kehren Sie aus Ihren Winterquartieren in Afrika zurück.

„Artenvielfalt ist ein wichtiger Bestandteil für ein funktionierendes Ökosystem. Oft stellen wir Menschen diese einfache Tatsache erst fest, wenn eine bestimmte Tierart nicht mehr existiert. Umso mehr freut es mich, dass die Syna sich bereit erklärt hat unsere Mission aktiv zu unterstützen“, betont Birgit Weber vom NABU in Hadamar. „Umwelt- und Artenschutz geht uns alle etwas an. Als regionaler Netzbetreiber sind wir in der Region tief verwurzelt, damit ist es für uns auch selbstverständlich neben unserem Tagesgeschäft unseren Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten“, ergänzt Serviceteamleiter Björn Kalowsky am Syna-Standort in Runkel.

Bei der Aktion mit der Syna kommt ein neu entwickeltes Nest zum Einsatz. Hierfür hat Hans-Josef Wagner vom NABU-Hadamar einen neuartigen Schwalben-Nistkasten entwickelt.

 

Ein Schwalben-Doppelnest wurde in einen Kasten eingebaut, der als unteren Abschluß ein bewegliches Brett aus Blech hat. Dieses dient dazu, einen anfliegenden Fressfeind (Elster, Eichelhäher), der Eier oder Jungvögel aus dem Nest rauben will, abzuschrecken. Die Bewegung des Blechs erzeugt ein akustisches Signal (Knall, Schuss), der für den Fressfeind abschreckend wirkt.


Verleihung der Schwalbenplakette "Schwalbenfreundliches Haus"

Der Nabu-Hadamar verleiht allen Schwalbenfreunden die an oder in ihren Gebäuden Schwalben nisten lassen eine Urkunde sowie die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus". Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit ist unglaublich wichtig, um auf die schwierige Situation der schönen Tiere aufmerksam zu machen. Zum einen sollen die Schwalbenfreunde direkt geehrt werden, zum anderen kommen so auch andere Menschen mit dem Thema in Berührung, denn die Plakette soll gut sichtbar an der Vorderfront des Hauses angebracht werden.


Verleihungen 2019

Im Juni 2019 haben Susanne und Anna vom Nabu eine ganz besondere Auszeichnung vergeben. Familie Stock aus Linter will nicht nur Schwalben und Fledermäuse gezielt an ihrem Haus ansiedeln, sie gestalten auch gleich ihren Garten zum Naturgarten um. Neben Lebensraum für Wildbienen und Totholzkäfer wird ein großer Teich angelegt und es gibt sogar eine Lehmpfütze in der die Schwalben Baumaterial für ihre Naturnester sammeln können. Alle Beete und Grünflächen sind mit Wildblumen eingesäht und verschiedenste heimische Gehölze bieten Schatten und Nistmöglichkeiten für Vögel. Wir sind begeistert und hoffen die Schwalben ziehen bald in die zwei Kunstnester ein.  In Linter gibt es derzeit noch viele Mehlschwalben, die jedoch große Probleme haben Baumaterial zu finden und auch hier werden Nester verbotenerweise entfernt oder Schwalbenabwehr an Hauswänden angebracht.

In diesem Jahr konnten wir Familie Manns in Lindenholzhausen mit einer Schwalbenplakette auszeichnen. Das Ehepaar hat vier Naturnester von Mehlschwalben an seinem Haus an der Hauptverkehrstraße im Ortskern. Hier werden die Vögel gerne geduldet und die Familie freut sich jedes Frühjahr auf die Rückkehr der Tiere. Die Schwalben nisten schon viele Jahre an dem Haus und flogen die Nester bei unserem Besuch rege an. Wir sind sehr dankbar für dieses Engagement, da auch in Lindenholzhausen Nester von Hauswänden entfernt werden. Der Ortsteil von Limburg beheimatet noch erstaunlich viele Schwalbenvorkommen und somit freuen wir uns ganz besonders, dass wir diese Plakette verleihen durften und hoffen auf weiteres Interesse aus der Bevölkerung!

Verleihungen 2018

Es gibt nur noch wenige Mehlschwalben in der Hadamarer Innenstadt. Ein Haus mit drei Brutpaaren durften wir auszeichnen. Hier hatten wir vor einigen Jahren ein Kunstnest angebracht, welches jetzt angenommen wurde.

In Niederzeuzheim wurde ebenfalls eine Familie ausgezeichnet die mehrere Mehlschwalben an ihrem Wohnhaus nisten lässt. Die Vögel nisten dort in Kunst- sowie selbstgebauten Lehmnestern.

Verleihungen 2017

Wir haben wieder eine Schwalben-Plakette verliehen. Diesmal ist es ein Haus im Neubaugebiet Niederhadamar an dem 8 Mehlschwalbenpaare ihre Nester bauen dürfen. Durch die Kotbrettchen unter den Nestern bleibt die Fassade sauber. Susanne Piwecki und Anna Pietsch vom NABU-Hadamar haben dem engagierten Ehepaar Henniger am Freitag die Urkunde überreicht und sind sehr dankbar über so viel Einsatz für die bedrohte Art.

Diesmal wurde eine Plakette verliehen, weil hier Mauersegler am Haus geduldet werden. Die Vögel waren schon da, als die Familie Langel in ihr Haus in Hadamar einzog und sie durften bleiben. Zwischen Dach und Hausmauer finden sie Einschlupfschlöcher in denen sie brüten (Mauersegler sind keine Schwalben, aber ebenso gefährdet. Eine eigene Mauersegler-Plakette gibt es noch nicht).

Verleihungen 2016

Im Jahr 2016 haben wir die ersten Plaketten verliehen. Die Resonanz war super und wir freuen uns über weitere Bewerbungen.

 

Hier waren es vor allem Mehlschwalben die an den Häusern nisteten, aber wir konnten auch einige Höfe mit Rauchschwalbenvorkommen auszeichnen.