Apfelfest 2019 in Steinbach

Mehrere Hitzewellen und eine lange Dürreperiode prägten den Sommer 2019. Zum Erntedank ist der Herbst eingekehrt. Eine ganze Woche hindurch bescherten Regen, Sturm und Nässe den Organisatoren manche unruhige Stunde, bis das  7. Apfelfest buchstäblich „in trockenen Tüchern“ war. Ein Zelt als Windfang macht es den Besuchern aber möglich, auch  längere Zeit auf der Streuobstwiese am Kissel zu verweilen. Man rückt zusammen und kommt schnell ins Gespräch. Über das Wetter natürlich, die Ernte und Verarbeitung, die Zusammensetzung des besten Mosts, aber auch über die Ausrichtung eines Festes und das Ehrenamt, das den immer weniger Engagierten immer mehr Einsatz abverlangt. Durch die „Brücke der Pfarreiwerdung“ ergeben sich auch Gespräche über katholische und evangelische Christen und wie man mehr voneinander erfahren kann.

 

Die zahlreichen Besucher aus dem Dorf und den umliegenden Ortschaften sammeln sich wie immer bei den vielen Äpfel, der Früchtemühle und der Kelter. Insbesondere den vielen eifrigen Kindern ist es zu verdanken, dass sogar mehr Saft als in den vergangenen Jahren in kurzer Zeit gepresst wird, so schnell wird die Mühle immer wieder von Kinderhänden befüllt. Fast 300 Liter Most sind es in diesem Jahr, in dem es gar nicht an jedem Baum Äpfel zu ernten gab.

 

 

Ein weiterer Treffpunkt ist der Stand der Essensausgabe. Den Besuchern schmecken die selbstgemachten, frischen Kartoffelkreppelchen, zu denen das ebenfalls selbstgemachte Apfelmus hervorragend schmeckt. Da verwundert es nicht, dass der Kartoffel-Teig, den Doris Morche und Birgit Wolf-Orzesko aus rund 10 Kg Kartoffeln schon frühmorgens herstellen und spenden, schnell verbacken ist. Neu in diesem Jahr sind die Hausmacher-Wurstbrote. Die Wurst und auch die Bratwürstchen sind eine Spende des Züchters Manuel Schneider, der mit seinem Betrieb “Meat by Nature“ auf dem Hof Birkeneck in Steinbach ansässig ist. Außerdem warten mehr als zehn Kuchen, zumeist süße, aber auch Zwiebelkuchen, auf den hungrigen Besucher. Alle Kuchen werden von vielen Freiwilligen gebacken und als Spende zur Verfügung gestellt. Auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön allen Spendern! Die Spendeneinnahmen aus den vergangenen Aktivitäten ermöglichten es der NABU-Ortsgruppe, eine neue Informationstafel anzuschaffen. Sie steht direkt neben dem großen Insektenhotel am Rand des Grundstücks. Der interessierte Wanderer kann sich so zu jeder Zeit über das Biotop Streuobstwiese und über einen seiner Bewohner, den Steinkauz, informieren.

 

Erstmals kommt Kaplan Varga als Zelebrant des Erntedank-Gottesdienstes auf die Obstwiese. Die „Pfarreibrücke“ wird zum Altar, Jugendliche der Feuerwehr sind nun Messdiener. Schnell ist das Gotteslob verteilt und auch jetzt geht es wieder darum, Brücken zu bauen, einen Blick zu bekommen für etwas anderes, das uns Fremde, das Neue. Vor allem aber wird sinnbildlich eine Brücke gebaut in die Natur um uns herum.

Sabine Hartmann-Martin aus dem Familiengottesdienstkreis zeigt Bilder mit Motiven von der Obstwiese, die Kinder erklären, was sie bereits über Bienenstöcke, Nistkästen, Pflanzen und Tiere wissen. Der Mensch lebt in und mit der Natur. Gott gab den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Gerade bei der Planung und Durchführung eines Festes, das im Freien stattfindet, wo man mehr als einmal auf den Wetterbericht schaut, spürt man dies besonders. Daher sind alle Beteiligten froh, im Trockenen gefeiert zu haben, auch das gehört zum Erntedank.

 

Ein schönes Fest der Begegnung geht zu Ende mit dem Bewusstsein: die Natur, und damit auch der Mensch, braucht jeden Tropfen Regen ganz dringend!

 


Weihnachtsmarkt Hadamar 2018

Auch in diesem Jahr waren unsere Aktiven Nabumitglieder wieder mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt vom 30.11. bis 02.12.2018 vertreten. Es wurden Misteln gegen Spende abgegeben und die Besucher des Marktes konnten sich bei uns über alle Themen des regionalen Naturschutzes informieren.

 

Insgesamt kamen über 400 Euro Spenden zusammen, die direkt wieder in Arten- und Naturschutzprojekte im Gemeindegebiet einfließen.

 

Nächstes Jahr sind wir auch wieder dabei!


Aktion „Saubere Landschaft“ 19. Mai 2018

Auf den Steinbacher Grillplätzen kann wieder gefeiert werden. Initiiert von der Steinbacher Feuerwehr sowie der Ortsgruppe des NABU führten Freiwillige eine Aktion des Umweltministeriums durch. Es wurden Müll und Unrat auf den Grillplätzen sowie den befestigten Spazierwegen beseitigt. Auch sind nun die Ortsein- und -ausgänge wieder in ordentlichem Zustand.

 

Zwei Gruppen ehrenamtlicher Helfer sammelten achtlos aus dem Autofenster geworfenen Müll, darunter hauptsächlich Papier, Einwegbecher; Flaschen, Verpackungen und Zigarettenstummel ein. Festgestellt wurde, dass gerade in den Haltebuchten und Feldwegkreuzungen bei einem Stopp der Autofahrt der angefallene Müll aus dem Fahrzeug einfach in die Landschaft entsorgt wird. Manches wird auch von Transportfahrzeugen verloren, wenn die Ladung nicht richtig gesichert ist. Handelt es sich zuerst um ein optisches Problem, stellen gerade Scherben eine Gefahr sowohl für die Tierwelt als auch für Fahrrad- und Autoreifen dar.


In unmittelbarer Nähe zum Ort sind Wildtiere unterwegs, das belegt ein gesichteter Feldhase. Für alle Tiere kann gerade Plastikmüll oftmals eine tödliche Falle sein. Entweder dadurch, dass sich Tiere daran verletzen können oder dadurch, dass der Unrat mitgefressen wird und die Tiere erkranken.

 

Müll sammeln lohnt sich also, das bestätigen auch die mitmachenden Kinder und Jugendlichen, in vielfacher Hinsicht. Die zwei bis drei Stunden Einsatz waren somit gut investiert. Die Beteiligten freuen sich auch, dass es Mitbürger gibt, die über das ganze Jahr hinweg auf Ihren Spaziergängen immer wieder Müll entsorgen. Zum Abschluss der Aktion durften sich die Akteure bei einem Imbiss erfrischen.


Apfelblütenfest 05. Mai 2018

Bei traumhaftem Wetter hatten wir am Samstag eine tolle Veranstaltung auf unserer Streuobstwiese in Steinbach mit vielen interessierten Kindern denen wir die Welt der Bienen und Insekten näher bringen konnten. Das riesige Insektenhotel sieht zudem fantastisch aus.

Heike Lachnit vom hl journal hat diesen schönen Artikel über unsere Veranstaltung geschrieben:

 

 Ein riesen Insektenhotel und Einblicke in ein Bienenvolk

Am Samstag lud der NABU Hadamar zusammen mit dem Imkerverein Hadamar-Dornburg auf die Streuobstwiese bei Steinbach ein. Unter dem Motto „Frühling auf der Streuobstwiese“ gab es vieles für Groß und Klein zu entdecken. Von Hadamar nach Steinbach kommend geht linkerhand ein Weg an der Bebauung entlang und es erstreckt sich eine große Streuobstwiese „Am Kissel“. Alle Bäume stehen in der Blüte und überall summt es. Bei strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel waren die vielen Kinder richtig wissbegierig.

 

Kreislauf auf der Streuobstwiese

Birgit Weber, die seit vielen Jahren die Jugendarbeit im NABU Hadamar macht, erzählt ein wenig über die Streuobstwiese. „Hier auf der Wiese schließt sich ein Kreislauf“, so Weber. Im Frühjahr blühen die Obstbäume und die Kinder können etwas über die bestäubenden Insekten lernen. Durch die Hecke um die Wiese herum wird den Vögeln Brutplätze angeboten. Bereits seit letztem Herbst stehen vier Bienenstöcke auf dem Gelände und durch das große Insektenhotel sollen nun noch weitere Insekten einen Ablageplatz für ihre Larven finden. In den Bäumen selbst befinden sich Steinkauzröhren. Ein Pärchen hat diese bezogen und auch schon Eier gelegt. Zum Weg hin wurde ein Blühstreifen angelegt, so dass die Bienen auch nach der Apfelblüte noch Nahrung finden. Ende des Jahres erntet der NABU dann die Äpfel und feiert ein Apfelfest. Daher ist dieses Stück Land am Rande von Steinbach ein wertvolles Biotop.

 

Großes Insektenhotel für Wildbienen & Co

Viel Zeit steckte Hans Josef Wagner in den Bau des Insektenhotels. Letztes Jahr sammelte er das Material für das Hotel. Dieses musste erst trocknen und dann in der Mitte ausgebohrt werden. Das Stroh aus einer Strohmatte schnitt er zurecht und höhlte es mit einer Pfeifenbürste aus. Neben dem Stroh hat er Schilf, Haselnussstöcke, Bambus, Holunder sowie Hartholz verarbeitet. Die Löcher sind zwischen sechs und acht Millimeter groß. Für jede Insektenart ist etwas dabei. In einem Element befinden sich Tannenzapfen, welche speziell die Florfliegen anlocken. Diese wiederum sind Nützlinge gegen Blattläuse. Das Holz, welches verbaut wird, muss trocken sein, damit es nicht anfängt zu schimmeln und somit die Brut kaputt geht. „Der beste Standort für ein Insektenhotel ist Süd-Süd-Ost“, so Wagner. Vor dem eingeräumten Insektenhotel wird zum Schluss ein Draht angebracht, damit Vögel die Larven nicht herauspicken können.

 

Bienen finden viel Futter

Peter Stecker vom Imkerverein Hadamar-Dornburg hatte einen Schaukasten von einem Bienenvolk mit. Die Kinder versammelten sich drumherum, um dem Wuseln zuzuschauen. Ebenfalls erklärte Stecker den Aufbau eines Bienenkorbes, erzählte etwas über die Gewinnung von Honig und wie Bienen Wachs herstellen. Dies war sehr faszinierend für die Kinder. „Die Bienen finden zurzeit sehr viel zu Fressen, weil die Bäume und die Wiese blüht“, erzählt er den Kindern. Damit sie auch später noch Futter finden, teilte er Samen an die Kinder aus mit der Bitte, diese auszusäen im eigenen Garten. Peter Stecker erklärt den Aufbau eines Bienenstockes.

 

In diesem Jahr hat der Imkerverein bereits 100 Kilogramm Saatgut an Landwirte von Villmar bis Kaden abgegeben, womit eine Fläche von fünf Hektar zum Blühen gebracht werden kann. Zusätzlich dazu wurden für rund 3000 Quadratmeter Saatgut an Gemeinden und Privatpersonen abgegeben.

 

Fehlende Ehrenamtler

Diese Aktion auf der Streuobstwiese wurde sehr gut angenommen. Rund 20 Kinder mit ihren Eltern kamen vorbei und hörten gespannt zu. Aber es sei schwierig, die Kinder für regelmäßige Aktionen zu begeistern, so Birgit Weber. Es würde sehr gerne angenommen, wenn sie in die Kitas und die Grundschulen gehen. „Dafür fehlen uns leider die Ehrenamtler, die die Zeit haben, dies zu machen“, so Weber weiter. Daher ist sie froh, dass sie durch solche Aktionen den Kindern etwas von der Natur vermitteln können.


Weihnachtsmarkt 2014

Wow, unglaublich! Anna und Susanne vom Nabu-Hadamar haben den Infostand am Weihnachtsmarkt gemacht und es sind über 400 Euro Spenden für unser Steinkauzprojekt sowie weitere Artenschutzprojekte im Gemeindegebiet zusammengekommen!!! Tausend Dank an alle Spender und die vielen Interessierten Naturfreunde. Bis nächstes Jahr